Was mit Glück

Ein Skitag in den Alpen. 16:00 Uhr. Die Lifte halten an. Etwas abseits der Bergstation steht die Hütte mit der Terrasse und dem Blick in Weite. Dort gehst du hin, um vor der langen Talabfahrt einen, nur einen, mehr wäre nicht klug, Glühwein zu trinken. Das Getränk, das nur hier und nur um diese Uhrzeit schmeckt.

Du bist lange nicht mehr hier gewesen. Der Anblick der Berge überwältigt dich, du saugst ihn gierig in dich auf. Während sich das Licht mit dem Sinken der Sonne verändert und das Farbspiel auf den Felsen, Wäldern und Schneefeldern nah und fern mit jeder Minute noch schöner wird, beginnst du dir die seltsame Frage zu stellen, womit du all das überhaupt verdient hast.

Die Frage spielt aber zum Glück keine Rolle, denn, hey, du sitzt jetzt einfach hier und es ist gut. Du grinst glückstrunken die Leute um dich herum an, sie grinsen zurück und du weißt, von diesen Momenten wirst du lange, lange zehren.

Und richtig, kaum bist du wieder zuhause, denkst du daran. Du holst die Bilder zurück vor deine Augen, die klare Luft, den köstlichen Glühwein. Und es könnte so schön sein, wäre da nicht dieses Lied. Dieses Lied, das du vor lauter Glück völlig überhört hattest, das aber, wie du nun feststellst, dennoch untrennbar mit deiner Erinnerung verbunden ist: "LIESCHEN, LIESCHEN, LIESCHEN, KOMM EIN BISSCHEN, BISSCHEN, BISSCHEN AUF DEN RASEN, DA KANNST DU BLASEN ..."


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