"Chantal, heul leiser!"

Ja, ich habe nun auch "Fack ju Göhte" gesehen. Der Film mit der Streber-Pädagogin, die die Problemklasse nicht in den Griff kriegt und dem Dumpfbacken-Macho-Kleingangster, dem – oh Wunder – genau das gelingt. Und am Ende kriegen sich die beiden.

Es hätte alles so fürchterlich schlecht sein können, aber nein – oh Wunder – ich habe stattdessen die vermutlich beste deutsche Filmkomödie seit 1970 gesehen. Ja, doch, ernsthaft.

Gut, was soll mit Darstellern wie Katja Riemann, Karoline Herfurth, Elyas M’Barek und Jana Pallaske schon schiefgehen, fragt man sich reflexartig um  sich im nächsten Moment doch nur wieder an die unzähligen Elendsfilme zu erinnern, in denen all ihr Talent effektlos verpuffte. Nein, Freunde, die großartige Leistung der Mimen in allen Ehren, aber dass "Fack ju Göhte" so überzeugt, liegt vor allem daran, dass Bora Dagtekin das Drehbuch geschrieben hat. Angesichts des sonstigen Elends im deutschen Komödienbusiness bin ich derzeit geneigt, ihn messiasgleich zu verehren.

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